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Sumatra Arabica Gayo Highland Coffee, Organic und Utz Kapeh
Das groesste Arabica Anbaugebiet in Sued-Ost-Asien Takengon, Bener Mariah, Aceh Tengah
Kaffeeanbau in Indonesien und Sumatra, kurze Einfuehrung:
Kaffee wird in Indonesien bereits seit 1696 angepflanzt, damals fast ausschliesslich auf Java und eingefuehrt von den Hollaendern. Da die natuerlichen Bedingungen auf Java aber fuer Arabica Kaffees nicht unbedingt geeignet sind (nicht genuegend Hoehe), wurden die Plantagen mehrfach im Lauf der Jahrhunderte durch Schaedlinge komplett zerstoert. Bekannte Kaffees kommen aus Sulawesi, Papua Neu Guinea und Sumatra.

Nachdem 1924 im Norden Sumatras eine Strasse von der Kueste ins bis dahin unerschlossene Gayo-Hochland gebaut worden war, pflanzten wiederum die Hollaender den ersten Arabica in der Provinz Aceh an, fast ausschliesslich in den beiden Bezirken Bener Maria und Aceh Tengah, mit dem Zentrum Takengon als Hauptstadt.


Kaffeeanbau in Indonesien und Sumatra, kurze EinfuehrungTakengon selbst liegt herrlich auf ca. 1.100 m Hoehe an einem 12 km langen Kratersee, der durch einen gewaltigen Vulkanausbruch entstanden ist.

Das Gebiet wurde deshalb erst sehr spaet erschlossen, da in dem schwer zugaeng-lichen Hochland Sumatras bis weit ins 20. Jahrhundert Kopfjaeger eine Gefaehr-dung waren.

Als die Hollaender in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erkannten, dass die natuerlichen Vor-aussetzungen zum Wachsen und Gedeihen von Arabica Coffee sehr aehnlich dem Herkunfts-gebiet der Kaffeepflanze sind, fuehrten sie mehrere Entwicklungsprojekte durch mit dem Ziel, hochwertigen Kaffee anzupflanzen und zu ernten. Sie achteten dabei jedoch stets darauf, dass keine Mono-Kulturen angelegt wurden, sondern Kleinbauern und Farmer ihre Parzellen bepflanz-ten, die jeweils kaum ein Hektar Flaeche erreichten. Sie lehrten die Gayo-Ureinwohner, Schattenbaeume anzupflanzen und teilweise auch Mischkulturen anzulegen. Da die indigenen Gayos herkoemmliche Landwirtschaft sehr erfolgreich betreiben, im Kaffeeanbau jedoch keine Erfahrung hatten, wurden zum Erreichen der Ziele Javanesen umgesiedelt, die jahrzehntelange Erfahrung im Kaffeeanbau hatten, aufgrund der nicht optimalen natuerlichen Bedingungen in ihrer Heimat jedoch keine guten Ertraege erzielen konnten. Der Kaffeeanbau florierte im zentralen Gayo-Hochland in Aceh und in 1995 wurden ca. 10.000 Tonnen Arabica ueber Medan exportiert.

Durch die Unabhaengigkeitsbstrebungen und den damit verbundenen Buergerkrieg von 1990 bis zum Tsunami, in dem ca. 110.000 Menschen starben, kam der Kaffeeanbau in den Jahren nach 1995 bis ca. 2004 fast voellig zum Erliegen, die Anbaugebiete verwilderten.

Nach dem Tsunami, der in der Provinz Aceh ca. 210.000 Todesopfer forderte (jedoch im Kuestenstreifen) und in deren Folge die gesamte internationale Gemeinschaft ueber Aceh hereineinfiel, wurde in 2005 das Helsinki-Abkommen zwischen den Konfliktparteien beschlossen und der Konflikt beendet. Bereits seit ca. 2003 unternahmen wagemutige namhafte Kaffee-haendler erste Versuche, die Plantagen zu rehabilitieren und wieder Kaffee zu ernten.

Sumatra Sumatra

Diese Versuche werden seit ca. Mitte 2005 massiv von internationaler finanzieller Hilfe und mit riesiger Motivation der sehr fleissigen Kaffeebauern unterstuetzt und in 2006 wurden bereits wieder ca. 8.000 Tonnen Kaffee exportiert. Einer der Hauptabnehmer ist Starbucks, der groesste Teil des Aceh Arabica geht bisher nach USA, Canada, Japan. Man schaetzt, dass der Export von hochwertigem Gayo-Arabica in wenigen Jahren auf ca. 30.000 Tonnen ansteigen wird. Neben den Sorten des Gayo-Highland Kaffees werden auf Sumatra noch der Mandheling und der Lintong erfolgreich angebaut und exportiert.
 
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